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NZ - Den einen Marathon klar gewonnen

Den einen Marathon klar gewonnen

Manfred Boldt ist Läufer aus Leidenschaft und Organisator des Spendenlaufes in Logabirum

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Manfred Boldt besiegte den Krebs.Aus Dankbarkeit rief der den Lo-
garbirumer Spendenlauf ins Leben.                     Foto: H.-P. Heikens
Von NZ-Redakteur Hans-Peter Heikens 0491 / 960 70 151

LEER/REGION. Einen Marathon gewinnt man nicht, man läuft ihn. Das ist eine alte Läuferregel. Aber einen ganz bestimmten Marathon hat Mandred Boldt doch klar gewonnen. Der Läufer aus Leidenschaft besiegte den Krebs – erfolgreich.

1949 in Hohegaste geboren, erlernte Manfred Boldt, den alle nur Mabo nennen, den Beruf des Schriftsetzers, der heutige Mediengestalter. Sein Chef war es, der den heute 60-Jährigen zum Laufen brachte – wohl eher ungewollt. Zumindest zog besagter Vorgesetzter den Mediengestalter vor 20 Jahren damit auf, dass er zwar am Ossiloop teilnehmen könne, dass er es jedoch niemals bis nach Bensersiel schaffen würde. Das nahm Manfred Boldt, der damals knapp 100 Kilogramm wog, mehr als ernst.

Er zog sich früh morgens heimlich die Laufschuhe an und trainierte dort, wo ihn keiner sehen konnte. „Mabo“ lief nur wenige Monate später den Ossiloop – und kam in Bensersiel an. Damit war eine neue Leidschaft im Leben von Manfred Boldt geboren.

Bereits ein Jahr später lief er seinen ersten Marathon in Steinfurt. Knapp 70 sind es inzwischen geworden. Doch das reichte Manfred Boldt nicht als Herausforderung, er wollte mehr. Und so ging er 1995 die Königsklasse der Läufer an – einen 100-Kilometer-Lauf. Insgesamt zwei Mal nahm er an einem solchen Event teil, ebenso wie am 24-Stunden-Lauf. „Ich bin ein Kämpfer, ich teste meine Grenzen aus“, erzählt Manfred Boldt.

http://www.spendenlauf.fortuna-logabirum.de/fotos/NZFoto01.jpgBeim Marathon 2006 in Wellen bei Bremervörde haute es Manfred Boldt dann sprichwörtlich aus den Schuhen, als er kurz vorm Ziel einen stechenden Schmerz im Rücken spürte. Die Diagnose lautete damals zunächst „Bandscheibenvorfall“. Doch keine Behandlung half, die Schmerzen wurden immer heftiger. Mitte Januar 2007 kam nach mehreren Untersuchungen durch Dr. Mothar Müller in Leer die erschütternde Diagnose: Multiples Myelom – ein Krebs, der das Knochenmark zerstört. Zwei Rückenwirbel waren bereits gebrochen. Es sah nicht gut aus für „Mabo“.
Manfred Boldt nahm, nachdem er den Schock hinter sich gelassen hatte, den längsten und wohl schwersten Marathon seines Lebens auf. Diesen wollte er gewinnen. So, wie er sich schon oft bei seinen Läufen durchgebissen hatte. Aufgeben gab es nicht. Der Weg war ein langer und ein schwerer. Doch „Mabo“ hat es geschafft. Am 12. Juli 2007 lief der Heseler endlich durchs Ziel.
Er hatte den Krebs besiegt. Und war die ganze Zeit über weiter gelaufen – allerdings auf Sparflamme. Angeschlagen von der zermürbenden Behandlung, beschloss Manfred Bold noch auf dem Krankenbett, sich für die Bekämpfung des Krebses einzusetzen. „Ich wollte was tun. Darum schrieb ich damals gleich das Grußwort zum ersten Logabirumer Spendenlauf, um dem „Verein zur Förderung der onkologischen Palliativ-Versorgung e. V.“ zu helfen.“
Das erste Event fand im Juli 2008 statt, in diesem Jahr veranstaltet Manfred Boldt den dritten Lauf dieser Art. Weit mehr als 6500 Euro konnte er dem Verein bereits zur Verfügung stellen, in diesem Sommer möchte „Mabo“ die 10.000-Euro-Grenze gerne „knacken“. „Darum benötigen wir ganz viele Lauffans. Sämtliche Einnahmen fließen direkt dem Verein und damit der Bekämpfung des Krebses zu, damit anderen Menschen vielleicht dieser eine Marathon erspart bleibt.“ www.spendenlauf.fortuna-logabirum.de

 

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