Auch theoretisch auf dem Laufenden
Zweites Training mit INJOY: Neu-Sportler lernen das Laufen schrittweise / Ehefrau infizier
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Mareike Lübke legt sich ins Zeug: Ihren Fitness-Trainer Enno Heidergott vom INJOY freut es. Fotos (2): Andreas Meinders |
LEER (am). Zuerst ging es um Begriffe wie Herzfrequenz, subjektives Belastungs-Empfinden und Nasen-Atmung. Denn auch in der Theorie müssen sie buchstäblich auf dem Laufenden sein: Jene zehn Untrainierten, die an einer gemeinsamen Aktion der Neuen Zeitung und des Leeraner Fitness- und Gesundheitsstudios INJOY teilnehmen. Die angehenden Läuferinnen und Läufer bereiten sich unter Anleitung des INJOY-Fitnesstrainers Enno Heidergott auf den dritten Logabirumer Spendenlauf vor. Die 5,3-Kilometer lange Strecke ist das Ziel, der Weg mühsam. Da es bekanntlich nichts Praktischeres gibt als eine gute Theorie, konnten die Bald-Sportler die gewonnenen Erkenntnisse sodann in ihren Turnschuhen umsetzen: Bei ihrem zweiten Treffen liefen sie vorigen Mittwoch sechs mal zwei Minuten, jeweils durch eine einminütige Pause unterbrochen. Das Küken der ambitionierten Truppe, Mareike Lübke aus Elisabethfehn, hat bis lang keinerlei Trainings-Probleme. „Ich bin aber auch ganz langsam gelaufen und habe es ohne Stress angehen lassen“, sagt die 25-jährige Krankenschwester. Sowieso will sie sich auf gar keinen Fall unter Druck setzen: „Dann würde sich schnell der innere Schweinehund melden.“ was wiederum ein jähes Ende der neugewonnenen Lauffreude bedeuten könnte. Denn das hat Mareike Lüpke schon einmal vor fünf Jahren erlebt: „Damals bin ich mit Ausbildungs-Kolleginnen in einer Gruppe gelaufen. Doch das hat sich damals irgendwie verlaufen.“ Neben der Freude am Sport hat die Krankenschwester auch eine gesellige Motivation: „Ich möchte nette Leute kennen lernen.“ Ihre neue Laufgruppe bezeichnet sie denn auch als „ganz witzige Runde.“
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| Willi Steenblock muss sich nicht verbiegen. Der Lauf-Kurs macht ihm Spaß. |
Der Senior der Gruppe Willi Steenblock hat noch einen weiteren Beweggrund: Der 49-Jährige hat nach eigenen Worten „ganz schön zugelegt“, nachdem er vor fünf Jahren mit dem Sport aufgehört hatte. Bis dahin war er ein aktiver Karateka, der viel Sport getrieben hat. „Am Anfang war bei uns allen ein bisschen Unbehagen dabei, die Stimmung steif. Aber jetzt ist alles super locker“, hat der Metallbau-Schlosser erfahren. Er ist regelrecht angetan von dem Kurs: „Es ist schon interessant, weil wir ja vieles lernen. Sei es über Ernährung oder über die Muskulatur.“ Auch das Laufen lerne die Gruppe im wahrsten Sinne des Wortes schrittweise. Mit dem Pensum beim zweiten Treffen ist Willi Steenblock gut klargekommen: „Auch, weil ich meine Hausaufgaben gemacht habe.“ Nach jeder Trainingseinheit sollen die Neu-Läufer das jeweilige Programm zwei Mal in der Woche zu Hause wiederholen. „Ich laufe als Hausaufgabe jeden Samstag und Montag – und das ziehe ich durch – selbst wenn es in Strömen regnet“, sieht sich Willi Steenblock bereits vom Lauffieber gepackt. Jemand anderes hat er auch bereits infiziert: „Wenn ich meine Hausaufgaben mache, läuft meine Frau Elisabeth immer mit.“
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